Innovations- und Gründungsberatung

Die Kernfunktion von Campus Startup besteht in der Gründungsberatung, die sich sowohl an Studierende und Mitarbeiter als auch an Alumni richtet. Im Mittelpunkt steht eine umfassende Evaluierung der Geschäftsidee unter wirtschaftlichen und finanziellen, technischen und rechtlichen Gesichtspunkten. Daneben ist aber auch die Gründerpersönlichkeit von großer Bedeutung: Erfolgreiche Gründungen hängen in entscheidender Weise auch mit entsprechenden Charaktereigenschaften des oder der Gründer sowie mit günstigen Teamkonstellationen zusammen.

Erfolgreiche Gründungsberatung besteht damit auch darin, zu verhindern, dass aus guten Angestellten schlechte Unternehmer werden. Faktisch stehen hohen Gründungszahlen auch hohe Zahlen an Liquidationen gegenüber. So standen im Jahr 2010 in Deutschland 418 Tsd. Existenzgründungen 384 Tsd. Liquidationen entgegen; im Jahr 2008 war der Saldo von Gründungen zu Liquidationen sogar negativ (jeweils ohne freie Berufe). Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass Liquidationen nicht nur Insolvenzen repräsentieren, sondern auch die Geschäftsaufgabe aus Alters- oder anderen Gründen beinhalten. Dennoch ist es vor diesem Hintergrund für alle Beteiligten sinnvoll, Geschäftskonzepte sehr kritisch zu prüfen. Entsprechend führt die überwiegende Zahl der Beratungsgespräche bei Campus Startup zu der Erkenntnis, die Gründungsidee aufgrund wirtschaftlicher resp. finanzieller, technischer, rechtlicher oder persönlicher Faktoren nicht weiter zu verfolgen. Dennoch sollte man jede interessante Idee ohne jeden Vorbehalt einer solchen kritischen Prüfung unterziehen. Dazu sind Sie jederzeit herzlich eingeladen!

Ausgründungen aus Hochschulen - gerade von Studierenden - werden erst seit wenigen Jahren gezielt gefördert. Lange Zeit herrschte die Vorstellung vor, dass Studierende zunächst Erfahrungen als Angestellte sammeln sollten, um erst daran im Anschluss den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. In einigen Fällen ist diese Auffassung sicher richtig. Andererseits gibt es aber gewichtige Gründe, die dafür sprechen, den Schritt in die Selbständigkeit direkt im Anschluss oder sogar während des Studiums zu wagen!

Welchen Weg Gründungsinteressierte wählen sollten, lässt sich pauschal nicht sagen, sondern erst in einem intensiven Beratungsgespräch klären. Allerdings lassen sich zwei pauschale Gründe nennen, diesen Schritt direkt zu wagen: erstens bestehen enge Zeitfenster (windows of opportunity) zur Realisierung tragfähiger Geschäftsideen. Günstige Gelegenheiten warten nicht! Zweitens sind in aller Regel die gesamten Kontextbedingungen für eine Gründung nie wieder so gut: dazu gehören etwa mögliche Gründerteams mit passenden Kommilitonen, die Unterstützung durch Hochschule, Förderprogramme oder durch das Technologiezentrum Konstanz, und schließlich die oftmals recht unkomplizierte private Lebenssituation der Gründer, um den Kraftakt einer Gründung bewerkstelligen zu können.

Ob eine Geschäftsidee tragfähig ist, gilt es umfassend zu evaluieren. Zentrales Instrument zur Klärung dieser Frage ist das Geschäftsmodell (Business Model) sowie der Geschäftsplan (Business Plan). Für eine Konkretisierung des Business Plans, die Vorbereitung der Umsetzung sowie den Übergang in Gründungsphase und Geschäftsaufnahme stehen Fördermittel bereit. Diese können bereits während des Studiums in Anspruch genommen werden. Näheres hierzu können Sie unter dem Punkt Förderung erfahren.

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