Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum (IMF–RL)

Ziel und Gegenstand

Das Land Baden-Württemberg unterstützt mit Hilfe des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) Modell- und Kooperationsprojekte zur Sicherung bzw. Erschließung von Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten von Frauen im ländlichen Raum.

Gefördert werden

  • Qualifizierungs-, Informations- sowie Coachingmaßnahmen,
  • Existenzgründungen von Kleinstunternehmen sowie Unternehmenserweiterungen,
  • neu gegründete Netzwerkorganisationen/wirtschaftliche Vereinigungen
von Frauen im ländlichen Raum.

 

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind je nach Vorhaben Existenzgründerinnen, Kooperationen und Netzwerkorganisationen von Frauen im ländlichen Raum sowie Bildungsträger.

 

Voraussetzungen

Die Projekte müssen innovativ sein und eine Vorbildfunktion für andere Frauen in der Region besitzen, den Unternehmerinnengeist fördern, zur Steigerung der Lebensqualität und zur Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft beitragen, Arbeitsplätze sichern oder zusätzliche schaffen sowie einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten.
 
Qualifizierungsmaßnahmen müssen einen Umfang von mindestens 24 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten haben. Die Teilnehmerinnenzahl pro Qualifizierung ist auf mindestens 16 Frauen festgelegt. An Coachingmaßnahmen müssen mindestens 8 Frauen teilnehmen.
 
Bei Existenzgründungen und Unternehmenserweiterungen ist ein Unternehmenskonzept vorzulegen. Erweiterungen bestehender Kleinstunternehmen werden im Hinblick auf weiteres Unternehmenswachstum oder Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen vorrangig gefördert.
 
Bei neu gegründeten Netzwerkorganisationen muss eine Satzung oder vergleichbare wirtschaftliche Vereinbarung sowie eine Stellenbeschreibung für die zu beschäftigende Projektkoordinatorin vorgelegt werden.

 

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses. Die Bagatellgrenze liegt bei 1.000 EUR.
 
Die Höhe der Förderung beträgt
  • für Qualifizierungsmaßnahmen pauschal bis zu 250 EUR pro Person und Weiterbildungstag, bei Coachingmaßnahmen 500 EUR pro Person und Weiterbildungstag, jedoch maximal 90% der zuwendungsfähigen Ausgaben,
  • bei Existenzgründungen bis zu 33% der zuwendungsfähigen Ausgaben, jedoch maximal 80.000 EUR (in Ausnahmefällen bis zu 50% der zuwendungsfähigen Kosten),
  • bei Netzwerkorganisationen im ersten und zweiten Jahr nach Gründung jeweils 50%, im dritten Jahr 25% und im vierten Jahr 15% der zuwendungsfähigen Kosten, jedoch maximal 26.000 EUR.

 

Antragsverfahren

Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme unter Verwendung der Antragsformulare beim örtlich zuständigen Regierungspräsidium zu stellen.

 

Quelle

Richtlinie des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg vom 10. August 2011, Gemeinsames Amtsblatt des Landes Baden-Württemberg Nr. 7 vom 31. August 2011, S. 505.

 

Geltungsdauer

Das Programm tritt mit Ablauf der EU-Förderperiode am 31. Dezember 2013 außer Kraft.

 

Wichtige Hinweise

Eine Kumulation mit Zuwendungen anderer öffentlicher Förderprogramme bzw. mit anderen Haushaltsmitteln des Landes ist – mit Ausnahme von Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank oder der L-Bank – nicht zulässig.
 
Die Förderung erfolgt als De-minimis-Beihilfe.
BilerChildrenLeg og SpilAutobranchen