KfW-Gründercoaching

Sie haben ein Unternehmen gegründet und die nächsten Entwicklungsschritte stehen an. Das Gründercoaching Deutschland der KfW Mittelstandsbank unterstützt Sie dabei mit einem speziellen Coaching-Programm. Unternehmen, die in der Startphase stecken und kompetente Unterstützung von Experten in Anspruch nehmen wollen, erhalten beim Gründercoaching Deutschland einen Zuschuss zu den Beratungskosten.

1. Wie läuft das Gründercoaching ab?

Junge Unternehmen mit Coaching- bzw. Beratungsbedarf wenden sich an den zuständigen Regionalpartner vor Ort. Dort stellen Sie Ihr Vorhaben vor und erläutern Ihren Coaching- bzw. Beratungsbedarf. Ist aus Sicht des Regionalpartners das Vorhaben erfolgversprechend, steht der Teilnahme am Gründercoaching Deutschland nichts mehr im Wege.

2. Wie hoch ist die Förderung?

A. Gründercoaching Deutschland

Junge Unternehmerinnen und Unternehmer erhalten einen Zuschuss von 50% zum Honorar des Beraters. Das max. förderfähige Tageshonorar liegt bei 800,- Euro. Das gesamte Netto-Beraterhonorar darf die Bemessungsgrenze von max. 6.000,- Euro nicht überschreiten. Ein Tagwerk umfasst 8 Stunden. Der verbleibende Eigenanteil, die Mehrwertsteuer des Rechnungsbetrages sowie die Fahrtkosten sind durch die Unternehmen selbst zu finanzieren.

B. Gründercoaching Deutschland aus der Arbeitslosigkeit

Der Zuschuss beträgt höchstens 3.600 Euro. 90% des Netto-Beratungshonorars werden als Zuschuss gezahlt, wenn es nicht mehr als 4.000 Euro beträgt. Pro Tag dürfen nicht mehr als 800 Euro berechnet werden. Gründungen aus der Arbeitslosigkeit werden somit stärker gefördert als andere Gründungen, die mit bis zu 50% des Beraterhonorars bezuschusst werden.

3. Wer wird gefördert?

A. Gründercoaching Deutschland

  • Junge Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (Handel, Handwerk, Industrie, Gast- und Fremdenverkehrsgewerbe, Handelsvertreter und -makler, sonstiges Dienstleistungsgewerbe, Verkehrsgewerbe).
  • Angehörige wirtschaftsnaher freier Berufe, sofern ihr überwiegender Geschäftszweck nicht auf die entgeltliche Unternehmensberatung ausgerichtet ist.

Das Gründercoaching Deutschland kann bis zu fünf Jahre nach Gründung oder Übernahme (Nachweis z.B. durch Gewerbeanmeldung, Handelsregistereintrag) in Anspruch genommen werden. Es ist eine unternehmensbezogene Förderung und hat eine max. Laufzeit von einem Jahr pro Projekt. Das zu beratende Unternehmen muss seinen Sitz und Geschäftsbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland haben und auf eine Vollexistenz ausgerichtet sein.

B. Gründercoaching Deutschland aus der Arbeitslosigkeit

Gründer aus der Arbeitslosigkeit erhalten im Rahmen dieses Programms im ersten Jahr eine besondere Förderung, sofern an sie im ersten Jahr der selbstständigen Tätigkeit ein Gründungszuschuss (§ 57 SGB III), Einstiegsgeld (§ 16b SGB II), Regelleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (§ 20 SGB II) oder Leistungen zur Eingliederung von Selbständigen (§ 16c SGB II) erbracht werden oder wurden.

4. Welche Unternehmen sind von der Förderung ausgeschlossen?

  • Landwirtschaftliche Primärerzeugung (Bsp.: Landwirtschaft, Gärtnereien, Baumschulen), Fischerei, Aquakulturen (Aufzucht von Wasserorganismen)
  • Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligungen von Religionsgemeinschaften oder juristischen Personen des öffentlichen Rechts
  • Unternehmens- oder Wirtschafts-Berater/-Prüfer, Steuerberater, vereidigte Buchprüfer
  • Freie Berufe, deren Unternehmenszweck überwiegend entgeltliche Unternehmensberatung beinhaltet
  • Das Unternehmen hat für dasselbe Beratungsthema bereits anderweitig Fördermittel erhalten (Stichwort Doppelförderung)

5. Welche Coachinginhalte werden gefördert?

Gefördert werden Coachingmaßnahmen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Zu den geförderten Aufgaben gehören z.B. die

  • Optimierung des Unternehmenskonzeptes bzw. des Businessplans.
  • Vorbereitung bzw. Begleitung bei Finanzierungs- und Genehmigungsgesprächen.
  • Erarbeitung von Markt- und Vertriebsstrategien.
  • Unterstützung bei der Umsetzung des Vorhabens.
  • Dokumentation der durch geführten Coachingleistungen.

6. Welche Coachinginhalte sind ausgeschlossen?

  • Vorgründungsbereich.
  • Themen mit überwiegenden Rechts-, Versicherungs- und Steuerfragen.
  • Ausarbeitung von Verträgen, Aufstellung von Jahresabschlüssen, Buchführungsarbeiten.
  • Gestaltung und Erstellung von Werbematerialien (wie z.B. Briefpapier, Logos, Flyer).
  • Akquisitions- und Vermittlungstätigkeiten und/oder deren Zweck auf den Erwerb von Waren und Dienstleistungen ausgerichtet sind, die vom Beratungsunternehmen selbst vertrieben werden.
  • Gestaltung von Internetseiten.
  • Beschaffung und Erarbeitung von EDV - Soft- und Hardware.
  • Durchführung von EDV-Schulungsmaßnahmen.
  • Überwiegend gutachterliche Stellungnahmen.
  • Maßnahmen, die mit anderen öffentlichen Zuschüssen finanziert werden (Kumulierungsverbot).

Darüber hinaus sind Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der "Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten" ausgeschlossen.

7. Weitere Informationen:

Wo kann der Antrag gestellt werden?

Ihren Antrag stellen Sie über die KfW-Regionalpartner. Regionalpartner sind in vielen Bundesländern die jeweilige Industrie und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer (HWK), das RKW und die Förderbanken der Länder wie z.B. die NBank in Niedersachsen.

Wichtig: Der Antrag auf die Gewährung eines Zuschusses zu den Beratungskosten ist unbedingt vor Abschluss eines Coachingvertrags über den Regionalpartner an die KfW zu richten.

 

 

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